Wie funktioniert Schröpfen?

Vor Beginn der Schröpftherapie untersucht der Therapeut die Haut auf Veränderungen wie Asymmetrien oder Entzündungen und tastet den Körper ab, um die Durchblutung und den Muskelzustand zu beurteilen. Je nach Befund und persönlichen Anliegen legt der Therapeut die Art des Schröpfens und die Schröpfpunkte fest.

Blutiges Schröpfen

  1. Ablauf der Behandlung:

Zu Beginn erfolgt eine gründliche Untersuchung und Diagnose durch unseren Therapeuten, der geeignete Hautstellen auswählt und desinfiziert. Anschliessend werden mit einer sterilen kleinen Skalpellklinge oberflächliche Schnitte in die Haut gemacht. Die Schröpfgläser werden aufgesetzt, und durch Unterdruck wölbt sich die Haut, was die Durchblutung fördert. Das „schlechte“ Blut wird aus den Schnitten gezogen und sammelt sich in den Gläsern, wo es etwa 15 Minuten verbleibt.

  1. Entschlackung durch blutiges Schröpfen:

Beim blutigen Schröpfen wird altes, gestautes Blut entfernt, was den Körper entlastet. Das gesammelte Blut in den Gläsern erscheint oft dunkel bis bläulich, was auf Blockaden hinweist. Diese Methode hilft, Stagnationen und Muskelverspannungen zu lösen, fördert die Bluterneuerung und die Ausscheidung abgestorbener Blutzellen und Schlacken. Dies gibt dem Körper einen reinigenden Impuls.

Trockenes Schröpfen

Beim trockenen Schröpfen werden die Schröpfgläser auf die intakte Haut gesetzt, wodurch ein Vakuum erzeugt wird, das etwa 15 Minuten bestehen bleibt. Diese Methode wird häufig bei Durchblutungsstörungen, Arthrose oder Muskelproblemen angewendet, insbesondere bei verspannten Muskeln, da sie die Muskeln entspannt und das Kreislaufsystem entlastet.

  • Es gibt keine bekannten Nebenwirkungen.
  • Je nach Gesundheitszustand des Patienten kann die Behandlung alle 10 bis 15 Tage durchgeführt werden.

Schröpfmassage

Die Schröpfmassage kombiniert die Vorteile des trockenen Schröpfens mit einer Massage. Dabei werden die Schröpfgläser über eingeölte Hautpartien bewegt, was die Durchblutung fördert, und Muskelverspannungen lösen kann.

  • Entspannt die Muskeln, lindert Schmerzen in bestimmten Körperbereichen und stimuliert die Durchblutung.
  • In den meisten Fällen wird die Behandlung ohne Handschuhe durchgeführt.
  • Um die Schröpfgläser leichter über die Haut bewegen zu können, werden verschiedene aromatische Öle verwendet, die die Gleitfähigkeit auf der Haut verbessern.

Wie lange und wie oft sollte man schröpfen?

Die Häufigkeit der Schröpfbehandlung hängt von den individuellen Beschwerden ab. Im Allgemeinen wird empfohlen, sich etwa zweimal im Jahr schröpfen zu lassen.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken des Schröpfens

Schröpfen ist eine weitgehend nebenwirkungsarme Therapieform. Häufig auftretende Nebenwirkungen sind Blutergüsse, die durch den gesetzten Reiz entstehen und nach einigen Tagen oder Wochen verschwinden. Es kann auch zu Schmerzen kommen, besonders wenn der Unterdruck zu stark ist. Beim blutigen Schröpfen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, das durch die Behandlung durch eine erfahrene Fachperson minimiert wird. Gelegentlich tritt eine Erstverschlimmerung der Symptome auf, die vorübergehend sein kann. Bei Unsicherheiten oder unerklärlichen Beschwerden sollten Sie uns unbedingt ansprechen.